Es gibt einige Wirkfaktoren der Psychotherapie. Der wichtigste Faktor ist der persönliche Miteinander zwischen Klient*in und Therapeut*in. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die "Chemie" stimmt. Dazu gibt es das Erstgespräch, um gemeinsam auszuloten, ob es eine gute Zusammenarbeit geben kann. In der therapeutischen Arbeit zeigen sich auch oft frühere Konflikte und Schwierigkeiten, die dazu geführt haben, dass sich die Symptome entwickelt haben. So können diese innerhalb der Therapiesitzungen aufgegriffen und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Im Laufe der Therapie kannst du dir diesen Mustern (meist beruhend auf biographischen Erlebnissen) zunehmend bewusster werden, die dein Verhalten und deine Wahrnehmung im Unbewussten steuern.
In der Therapie kannst du im Hier-und-Jetzt schrittweise alte Verhaltensweisen und Denkmuster verändern. Das therapeutische Setting stellt dazu spezielle Rahmenbedingungen (z.B. Wertfreiheit und emotionale Resonanz) für diesen Veränderungsprozess zur Verfügung.
Die ersten drei bis fünf Sitzungen diesen daher erst einmal dem Beziehungs- und Vertrauensaufbau, damit eine tragfähige therapeutische Beziehung entstehen kann. Denn nur mit Vertrauen und einem Gefühl von Sicherheit, kann eine Psychotherapie ihre Wirkung entfalten.